Da bahnt sich was an …

Gestern an der Theresienwiese, Testlauf der Achterbahn mit quietschlauten Bremsmanövern und vielen interessierten Zuschauern. Arbeitsames Gewusel auf dem gesamten, rundum eingezäunten Gelände. Es wird geschraubt, gehämmert, Elektrik verlegt, was das Zeug hält. Essensgerüche, ich schätze mal Ente mit Rothkohl, hängen in der Luft, und im Hintergrund läuft … afrikanische Musik mit wunderschönen Kalimba-Klängen, Irgendjemand mag das Lied so sehr, dass es in Dauerschleife läuft. Nur noch zwei Tage, dann wird es gestartet, das 184. Oktoberfest. Die Wetteraussichten für den Auftakttag sind bescheiden – aber das hat die Münchner ja bisher noch nie abgehalten.

 

PS: Ich habe hier wieder eine kleine Kirche versteckt …

Auftakt im Zeichen der „Federweisse“

Auch dieses Jahr steigt wieder die Lange Nacht der Brauereien in München: Auf dem Gelände vom Giesinger Bräu präsentieren sich heuer am Freitag, den 21.7., 17:00–00:00 Uhr und Samstag, den 22.7., 11:00–00:00 Uhr, 19 Brauereien von nah und fern. Sie haben sich etwas Besonderes ausgedacht und hergestellt, das ich gestern vor Ort probieren durfte: ihr Gemeinschaftsbier, die „Federweisse“. Zusammen mit anderen Bloggern saßen wir in einem neu hergerichteten Veranstaltungsraum und verkosteten das bernsteinfarbene, stark hopfenbetonte und gewollt trübe Weizen-Schankbier. Drei Malzsorten, dunkles Weizenmalz, Pilsner Malz und Caramellmalz, sowie die Hopfensorten Tradition, Mandarina Bavaria und Callista verleihen ihm ein Aroma, das gut zur Leichtigkeit, Unbeschwertheit und Freiheit eines Münchener Sommers passt, vor allem, wenn der so richtig schön heiß und das Leben „easy“ ist. Der Brauer Thomas Müller erzählte uns nach seiner offiziellen Ansprache, von der ausgesuchten bitteren Note der Federweisse: Er hat sich tapfer durch die verschiedenen Stadien im Gärprozess probiert, was anfangs wohl kein Vergnügen war, und hat mitverfolgen können, wie der extrem herbe Ton sich nach und nach verwandelte und schließlich auch die exotischen Aromen, die auf die speziellen Hopfensorten zurückzuführen sind, entfalten konnten.

Meinen ersten Schluck von der Federweissen fand ich dann ziemlich überraschend: Die typische leichte Süße, die bayerische Weißbiere oft haben, und die bei manchen Norddeutschen nicht so geschätzt ist, fehlte. Kurz dachte ich: Ein Weißbier, das wie ein Pils schmeckt! Die Federweisse könnte so manchem Nordlicht, das bisher literweise Pils aus der Heimat importiert hat, seinen persönlichen Heureka-Moment bescheren und es dazu verführen, ganz auf Weißbier umzusteigen. Gut gekühlt getrunken kommt es erfrischend und tatsächlich leicht daher und passt hervorragend zur deftigen bayerischen Kost, was wir auch gleich mal austesteten. Zu schön finde ich noch die Geschichte zur Namensfindung: Auf meine Frage, ob Federweisse nicht zu ähnlich mit Federweißer, dem jungen Wein, sei, berichtete Thomas Müller vom Betriebsausflug nach Brüssel, vom gemeinschaftlichen Brainstorming, dem Praktikanten Florian Eder, dessen WLAN-Zugang im Hotel „F.Eder“ lautete und dem kleinen Schritt, da „Weisse“ anzuhängen und sich gemeinsam über das Ergebnis zu freuen.
Meine Empfehlung: Schaut am Wochenende im Giesinger Bräu vorbei und verschafft euch einen eigenen Sinnes-Eindruck von der Federweissen – und von der ganzen bunten Bier-Vielfalt, die die umtriebige und kreative Brau-Gemeinschaft sonst noch zu bieten hat.

Der Wolf von Sendling

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Ein Hinweis für Kurzentschlossene: „Kunst in Sendling 2015″ lockt auch am morgigen Sonntag von 14–19 Uhr noch mit offenen Ateliers an 47 verschiedenen Standorten und 88 Künstlern. Eine Art Überblick über die KünstlerInnen bekommen Besucher im Katalog, aber auch in … Weiterlesen

Oide-Wiesn-Rausch

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Nachdem wir letztes Jahr nicht ins Herzkasperlzelt kamen, um Kofelgschroa am Spätnachmittag spielen zu hören (Komplettüberfüllung!), hatten wir dieses Jahr mehr Glück: Die vier Musiker aus Oberammergau traten bereits um 14 Uhr auf. Ilse und ich waren eine Stunde vorher … Weiterlesen

Wiesn-Flucht – ein Versuch

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Geplant war das nicht. Es fiel mir erst im Fernbus Richtung Bodensee auf. Dort erzählte jemand einer Touristin aus Malaysia, er verlasse München jedesmal, sobald das Oktoberfest steige. Ach ja, dachte ich, eine der drei Möglichkeiten mit dem Wiesn-Wahnsinn umzugehen: … Weiterlesen

Einmal Japan und zurück

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Das Japanfest in München gehört zu den zauberhaftesten Veranstaltungen der Stadt. Es steigt alljährlich, meist Mitte Juli, hinter dem Haus der Kunst nahe dem Japanischen Teehaus im Englischen Garten – und konnte heuer sein 20. Jubiläum feiern. Trotz der unglaublichen … Weiterlesen

Ich seh’ den Sternenhimmel …

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Wenn selbst die NASA ein astronomisches Ereignis als „jaw-dropping event“ bezeichnet, wird meine Neugier geweckt: Gestern küssten sich – sozusagen – Venus und Jupiter am westlichen Abendhimmel. Eine derartige Annäherung der beiden Planeten, aus Erdensicht, kommt höchst selten vor. Zwar … Weiterlesen

Craft aus dem Umspannwerk

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Mein erster Post in diesem Blog drehte sich um Glühbier, das wir 2011 mit großem Genuss auf dem Münchner Weihnachtsmarkt tranken. Mit ihm entdeckten wir das Giesinger Bräu und wurden Fans dieser Biermanufaktur & Spezialitäten Braugesellschaft. Zum einen war ihre … Weiterlesen

Hinweis für Büchernarrische

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Hier kommt er wieder, mein alljährlicher Tipp für Münchner und Um-München-Herumwohner ins Büchermeer abzutauchen: In zwei Wochen, am 21.02.2015 öffnet der Bücherflohmarkt in Gröbenzell um 10 Uhr seine Türen. Wer nicht am ersten Tag wie ein Rennpferd auf den Startschuss … Weiterlesen

Der Schnee war dem Kohl sein Tod

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Das bekam meine Freundin auf dem Viktualienmarkt zu hören, als sie versuchte, für das alljährliche Kohl-und-Pinkel-Treffen Grünkohl zu besorgen. Doch der war in Bayern unter der Schneelast im Dezember zusammengebrochen, die kärglichen, noch verwendbaren Restbestände bereits ausverkauft. Denn: Nur eine … Weiterlesen