Im letzten Schnee am Staffelsee

Bei uns im Voralpenland ist das ja so: An einem Tag ist noch tiefster Winter, am nächsten nahezu Hochsommer. Als Nachfahrin der berühmten Prinzessin auf der Erbse, die deren Kreislauf geerbt hat, ist das für mich nicht immer einfach. Doch ich raffe mich auf, lasse die wintermüden Knochen knacken und vergesse natürlich die Sonnenbrille, als es auf den ersten größeren Ausflug im Jahr an den Staffelsee bei Murnau geht. Im Blauen Land angekommen, haben wir die Wahl, uns auf den Drachenstich-Rundweg oder auf den Königsweg zu begeben. Als Prinzessinnen wählen wir eine individuelle Tour, die aber schon entlang des zugefrorenen Wassers führt. Beide erinnern wir uns an Zeiten, in denen wir über den See liefen, in einem noch härteren Winter mit tragfähigerer Eisdecke. Nachdem wir Laufschwung aufgenommen haben, bezaubern uns direkt die unfasslichen Landschaftsbilder: tiefanthrazitfarbene sowie weiße und blaue Töne in allen Abstufungen, davor beigefarbenes Schilf mit umbrafarbenen Wedeln. Es wundert mich nicht, dass die Maler der Künstlergruppe Blaue Reiter sich hier haben inspirieren lassen.

 

Als wir uns ein wenig vom Seeufer entfernen, werden wir — während wir fotografieren — von einem Wanderer gefragt, was es denn da zu sehen gäbe. Ich kann nicht umhin, ihm zu antworten: „Die für Bayern so untypische Weite.“ Der Mann stutzt, zuckt dann mit den Schultern und weiß anscheinend nicht wirklich, wovon ich rede. Ich wette, er lebt dort in der Gegend und empfindet diese Aussicht als völlig normal. Ich als Münchnerin hingegen bin komplett begeistert, kein einziges Haus oder irgendein anderes Gebäude zu sehen, soweit mein Auge reicht.
In solchen Momenten vermisse ich das Meer.

 

Seen, Berge, Schlösser: Allgäu!

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Vorletzte Woche hatte ich das große Vergnügen, ein paar Tage in äußerst angenehmer Gesellschaft im Allgäu, genauer gesagt in Schwangau im Ostallgäu, verbringen zu dürfen. Freunde haben dort einen Teil ihres Elternhauses zum späteren Alterssitz um- und ausgebaut. Schon oft … Weiterlesen

Ein Frühlingstag in Altomünster

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Der Frühling ist dieses Jahr auf Teilzeit, deshalb sollte jeder sonnige Tag genutzt werden. Dieser Umstand führte uns, zusammen mit der Idee, sich mal ausgesuchte S-Bahn-Endstationsorte anzusehen, am Sonntag auf eine kleine, feine Wanderung nach Altomünster, nordwestlich von München gelegen. … Weiterlesen

Vom Pflegersee zur St. Martinshütte

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Nach einem gefühlten Jahr Winterstarre (nicht nur jahreszeitenmäßig) rief an diesem schönen Frühlingswochenende endlich mal wieder der Berg. Eine gute Freundin und ich folgten dem Ruf und fuhren über die Garmischer Autobahn Richtung Reutte. Unser Ziel war der Pflegersee, von … Weiterlesen

Hoch oben auf dem Prinzenweg

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Zugegeben, diese Wanderung habe ich bereits letztes Jahr gemacht. Aber jetzt in der hellsten Jahreszeit, die sich bei der momentanen Wetterlage stundenweise leider als winterdunkel entpuppt, denke ich oft und gerne an sie zurück: Der Mensch nährt sich ja auch … Weiterlesen

Juchhe auf der Ratzinger Höh’

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Vatertag und Sonnenschein: die besten Voraussetzungen für eine Jodelwanderung. Der rührige Erich Sepp hatte geladen und viele, viele kamen nach Letten, unweit von Bad Endorf, um von dort aus die Ratzinger Höhe über den schönen Chiemgauer Obst- und Kulturweg zu … Weiterlesen

Rund um München per Dampfross

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Lautes Tuten und riesige Rauchschwaden: Kurz vor Weihnachten ist auf den Gleisen rund um München die „Weihnachtslok“, ein historischer Dampfzug des Bayerischen Eisenbahnmuseums e.V. Nördlingen, unterwegs. Am dritten Advent fuhren Freunde und ich mal für ein Stündchen mit. Es war … Weiterlesen

Im Zauberbann des Stahlkünstlers

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„Objekte aus Eisen“, so hieß der Kurs an der Volkshochschule München, den ich 1996 belegte. Ich fühlte mich magisch davon angezogen, obwohl ich vorher weder mit Metall, noch mit dem Schweißen oder Flexen je in Berührung gekommen bin. (Mal so … Weiterlesen