Vom Pflegersee zur St. Martinshütte

Nach einem gefühlten Jahr Winterstarre (nicht nur jahreszeitenmäßig) rief an diesem schönen Frühlingswochenende endlich mal wieder der Berg. Eine gute Freundin und ich folgten dem Ruf und fuhren über die Garmischer Autobahn Richtung Reutte. Unser Ziel war der Pflegersee, von wo aus wir auf einem Wanderweg mit herrlicher Aussicht und von Schlüsselblumen, Veilchen, Buschwindröschen, Leberblümchen und Heidekraut gesäumt in 45 Minuten zur St. Martinshütte am Grasberg auf 1040 m aufstiegen. Es war nach langer Pause eine ideale Einstiegswanderung, wobei ich unterwegs eine neue Trendsportart entdeckte: „Buggy-Pushing“ (vulgo: Kinderwagen-bergan-Schieben). Sie scheint vor allem junge Väter anzusprechen, die auf diese Weise im Familienverbund ihren Bizeps stärken können (später sah ich, dass der Weg offensichtlich in einem Wanderbuch als familien- und kinderwagentauglich aufgeführt ist, was für alle stimmt, die ein wenig Trimmtraining nicht scheuen)!

Auf der gut besuchten Hütte labten wir uns am überwältigenden Bergpanorama sowie an Rostbratwürsten auf Kraut und bayerischem Wurstsalat. Auf unserem Rückweg fühlte ich mich zwischenzeitlich an die Krimis von Jörg Maurer erinnert, die ja in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung spielen und oft Wanderszenen enthalten und von Wanderern in misslichen, spektakulären oder absurden Situationen erzählen. Wir hatten es bergab aber ganz behaglich, konnten den Trubel der Welt einmal komplett vergessen und uns erinnern, wie schön die Erde sein kann.
Wettersteinpanorama

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