Juchhe auf der Ratzinger Höh’

Vatertag und Sonnenschein: die besten Voraussetzungen für eine Jodelwanderung. Der rührige Erich Sepp hatte geladen und viele, viele kamen nach Letten, unweit von Bad Endorf, um von dort aus die Ratzinger Höhe über den schönen Chiemgauer Obst- und Kulturweg zu erklimmen. Natürlich jodelten wir uns erst einmal ein, um uns dann in Höhe des Ringerhofs eine zweite Kostprobe des gemeinsamen Singens zu genehmigen. Wir wurden direkt zu einer kleinen Schnapsprobe eingeladen, da auf dem Hof Hochprozentiges aus Früchten, wie Birnen, Zwetschgen, Brombeeren, aber auch aus Brennnesseln und sogar Ahorn destilliert wird. Weiter ging’s an blühenden Apfelbäumen unterschiedlichster, alter und weniger bekannter Apfelsorten vorbei. Mir hatte es ja der „Graue Lederapfel“ irgendwie besonders angetan, dieser Name – wie für einen Club unternehmungslustiger Seniorinnen! Rast machten wir unterhalb des hölzernen Ratzinger Aussichtsturms, um dann weiter zu einem Aussichtspunkt mit spektakulärer Weitsicht auf den Chiemsee und die Berge zu wandern und in die Ferne zu singen. Und dabei passierte Folgendes: Kaum hatten wir angefangen zu jodeln, spitzten die Kühe auf der Weide die Ohren. Die Leitkuh gab das Signal und die gesamte Herde kam im Galopp auf uns Sänger zu. Sie badeten sichtlich erfreut in den Klängen: Es sollte dringend eine Studie zur Wirkung von Jodlern auf das Wohlbehagen von Kühen gestartet werden.

Der Abstieg zurück nach Letten war steil, ebenfalls von Apfelbäumen gesäumt und erfreute mit dem ebenfalls herrlichen Blick, diesmal auf den Simssee. Beim Letten-Wirt nahmen wir den Garten in Beschlag, naschten mehr oder weniger üppige Kuchen und ließen den wunderschönen „Tag am Berg“ ausklingen.

Weitere schöne Fotos könnt ihr bei Ilse sehen und, wie ich heute lese, war auch Frau Kaltmamsell auf ähnlichen Pfaden unterwegs.

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