Hofbräuhaus en miniature

Wer keine Hunde mag, oder sich gar vor ihnen fürchtet, der braucht jetzt gar nicht weiterlesen. Für alle anderen dürfte ein Besuch im Mini-Hofbräuhaus im nördlichen Teil des Englischen Gartens ein besonderes Erlebnis sein. Mit dem großen Bruder am Platzl in der Innenstadt hat dieser kleine Biergarten nicht viel zu tun: Hier geht es beschaulich-rustikal zu, und der Self-Service kommt vor allem den Münchner (Schwabinger?) Hundebesitzern entgegen, die sich hier treffen.

Ihre Hunde – von jeder Art und Größe – tollen nicht nur rund um den Biergarten miteinander, sie wuseln auch zwischen den Biertischen herum. Wenn du im Mini-Hofbräuhaus einkehrst, musst du darauf gefasst sein, von ihnen angebettelt zu werden – Schnauze aufs Knie legen, tiefes in die Augen blicken – das kann dir während du isst passieren. Es scheint, als habe es sich auch unter den Hunden herumgesprochen, wie gut im Mini-Hofbräuhaus gekocht wird: und zwar in einer kleinen, aber bestens ausgestatteten Küche in einem winzigen (Kiosk)Häuschen. Du bestellst am Ausschank, nimmst dein Getränk mit an den Biertisch unter eine Plane, den Sonnenschirm oder ins Freie und spitzt die Ohren: Wird dein Essen aufgerufen (“Schweinsbraten!”, “Die Schinkennudeln!!”, “Kasspatzn!!!”) gehst du zurück an die Theke und bringst es selbst an deinen Tisch. Der Schweinsbraten ist ein Gedicht (hol dir Appetit unter “Schmankerl” auf der Mini-Hofbräuhaus-Website – der Clip ist seltsamerweise mit Weihnachtsmusik unterlegt) und für eine Person reichlich. Entweder hast du dir beim Spazierengehen im Englischen Garten einen Mordshunger geholt oder du teilst dir eine Portion mit jemand anderem oder bestellst eine halbe Portion, das geht auch. Wenn du es exotisch magst, probier unbedingt die “Brodwurschd ‘Indische Art’ mit Kartoffelstaberl” (na???). Und nach dem Essen? Schlenderst du ganz einfach weiter durch diesen wunderschönen, wesentlich naturbelasseneren Teil des Englischen Gartens oder legst dich bei schönem Wetter in eine der Blumenwiesen.

Gern gelesen? Dann lassts doch ein Diridari da. Merci!

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