Frischer Wind im Botanischen Garten

Frühjahr und Spätsommer sind für mich die schönste Zeit, um im Münchner Botanischen Garten zu lustwandeln. Ich mag beides: die neu aufbrechende Kraft und Frische und die Üppigkeit kurz vor dem langsamen Vergehen. Bei schönstem Sonnenschein, aber recht frischem Wind, ging’s am Sonntag – am Nymphenburger Kanal entlang – ins Pflanzenidyll. Dort wartete hinter dem Rhododendrondickicht eine Überraschung: Das Café im Botanischen Garten ist umgestaltet und auf dezente Art moderner, luftiger und größer geworden.


Zwei schnörkellose Anbauten (in einem sind Tresen und Verkaufstheken untergebracht, der andere lädt zum windgeschützten Sitzen mit zur Terrasse hin offenen Front ein), die von der Inneneinrichterin Katharina Kamm ausgestattet wurden, verleihen ihm ein ganz neues Flair. Besucher können weiter auf den Terrassen vor und hinter dem pavillonartigen Ursprungstrakt sitzen, der frühere Verkaufsraum hat sich in einen prachtvoll-behaglichen Gastraum mit ausgefallener Deckenbeleuchtung verwandelt. Das Café fand regen Zuspruch: Es war so voll, dass ich trotz der Erweiterung keinen Sitzplatz mehr bekam, weshalb ich wahrscheinlich mal unter der Woche wiederkommen und das Angebot testen werde. Gestern suchte ich mir andere lauschige Plätze in der Sonne und berauschte mich an den Frühlingsfarben und -düften.

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